Invasive Neophyten, eine ernstzunehmende Gefahr

Bereits im letzten Jahr habe ich mich intensiv mit der Bekämpfung der invasiven Neophyten auseinandergesetzt. Leider konnte ich die Bestände nicht dezimieren. Nun starte ich in diesem Jahr früher mit der Entfernung sämtlicher invasiver Neophyten. Im Garten und Park findet man Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer), Erigeron annuus (Einjähriges Berufkraut), Erigeron canadensis (Kanadisches Berufkraut), Ailanthus altissima (Götterbaum), Robinia pseudoacacia (Robinie), Cornus sericea (Seidiger Hornstrauch) und Rubus Arten (Brombeeren. Ailanthus altissima und Erigeron annuus stellen zur Zeit die grösste Gefahr dar. Aus diesem Grund werde ich diese beiden Arten mit Hartnäckigkeit bekämpfen. Erigeron annuus können mit einer Rosengabel (Zweizinker) oder einem Pflanzschäufelchen ausgegraben werden. Wichtig ist dabei, dass soviele Wurzelteile wie möglich mitentfernt werden. So kann möglichst sichergestellt werden, dass die Pflanzen nicht nachwachsen können. Götterbäume bekämpfe ich mit der sogenannten Ringelung. Dabei entfernt man bandförmig ein Teil der Rinde. Mit diesem Eingriff schädigt man das Gehölz langsam aber nachhaltig. Im Endeffekt sollte der Baum nach 3-5 Jahren absterben.

Ailanthus altissima (Götterbaum) bereit zum Ringeln

Author: Piero Muheim

Landschaftsgärtner und Fachmann für Naturnahen Garten- und Landschaftsbau ZHAW/Bioterra. Verantwortlich für den Park des Trägervereins Boldern.

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