Heuschrecke in Blumeninsel beherbergt

Es muss nicht immer eine üppige, sehr farbige oder artenreiche Blumenwiese sein um Insekten zu beherbergen.

Manchmal reichen schon nur kleine Blumeninseln aus, wo sonst überall tief gemähter Rasen war.

Wiesen b.z.w Blumeninseln auch wenn sie z.B. „nur“ mit Rotklee, Weisklee oder kriechendem Günsel bewachsen, sind vom Aspekt der Biodiversität her gesehen viel wertvoller als ein Rasen. Erstens weil der Rasen immer tief gemäht wird, dadurch können die Gräser gar nie blühen Und zweitens, wenn die Gräser des Rasens blühen sind es nur ganz wenige Arten die vorkommen und diese wiederum können Insekten kein Habitat und auch keine Nahrung bieten. Zu dem können sich in einem kurz gemähten Rasen keine Tiere verstecken.

In der hier entstandenen Blumeninsel habe ich per Zufall z.B das Grüne Heupferd/ Tettigonia viridssima entdeckt.

Wichtige Aspekte die in der Siedlungsumgebungen bezüglich dem höher wachsen lassen von Wiesen, Räsen, oder dem stehen lassen von Blumeninseln oder der Vergrösserung der Mähintervalle zu beachten sind können folgende sein:

Nutzung:

Wird die Fläche z.B. zum Fussballspielen genutzt oder werden auf Ihr Liegestühle aufgestellt. Dann wäre es gut sie würde tief gemäht werden.

Aufgabe:

untersteht die Fläche einem Konzept wie z.B. dass gewisse Sträucher oder Bäume nur bei tief gemähtem Rasen ihren ganze Wuchsform zeigen und entfalten können.

Vernetzung:

Grenzt die Fläche welche man höher oder länger wachsen lassen kann an eine Hecke mit einheimischen Sträuchern, generell an eine andere Fläche welche extensiv gepflegt wird, einen Wald oder eine Landwirtschaftszone oder an eine Fläche an welcher viel einheimische Fauna und Flora vorkommt, dann kann man schon von einer Vernetzung sprechen. Diese Vernetzung ist erstrebenswert, denn sie stellt für die Biodiversität einen sehr wertvollen nutzen dar. Es entsteht dadurch nicht nur eine Vergrösserung der zusammenhängenden Flächen, sondern durch die Verschiedenheit der Struckturen und deren Überschneidungen von Nahrungsangebot, Pflanzen, Boden, Licht, Temperaturverhältnissen es zu einer Ansiedlung von verschiedenen Pflanzen und Tierarten kommt.

Es ist auch empfehlenswert mit dem angrenzenden Nachbar, dem Siedlungspflegenden, dem Bauer, der Gemeinde, Kontakt aufzunehmen und optimal die Pflege auf die sich angrenzenden Flächen abzustimmen. Z.B. könnten Möheinsätze zusammen terminiert werden, damit die flüchtenden Tiere in die benachbarte Fläche wandern könnten.

Author: Rafael Schmid

Gärtnermeister und Naturgärtner. Verantwortlich für die Gartenpflege der Genossenschaft "Im Suteracher", Zürich Altstetten.

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