Kleiner Steinhaufen

Von den in der Siedlung anfallenden Steinen habe ich einen kleinen Steinhaufen/ Lesesteinhaufen gemacht.

Die Bezeichnung „Lesesteinhaufen“ stammt ursprünglich von Steinen oder Blöcken, welche angehäuft auf Wiesen, Weiden oder Äckern liegen. Sie wurden entweder durch die Verwitterung und Bodenerosion oder durch die Bearbeitung des Bodens an die Oberfläche gebracht.

Lesesteinhaufen bieten Lebensraum für Insekten, Reptilien und kleine Säugetiere.

Idealerweise ist ein Lesesteinhaufen in der Sonne zu plazieren. Des Weiteren ist zu berücksichtigen dass er nicht ganz von Pflanzen überwuchert wird, Brombeeren oder andere stacheligen Sträucher können aber eine gute Katzenabwehr sein. Wenn der Steinhaufen an eine extensiv gepflegten Wiese oder z.B an eine Wildhecke grenzt ist das noch wertvoller weil die Tiere geschützter sind und es durch die Vernetzung der Strukturen und Lebensräume zu einem grösseren Faunavorkommen kommt. Wird der Steinhaufen von Moos und Flechten bewachsen, werden sich auch Schmetterlinge, Spinnen und Schnecken beobachten lassen. Gut ist auch, wenn verschieden grosse Steine angehäuft werden, damit sich in den unterschiedlich grossen Hohlräumen besser Tiere nach ihren speziellen Bedürfnisseen ansiedeln können. Die meisten Steine sollten aber einen Durchmesser zwischen 20 und 40 cm haben. Wenn Idealerweise ein Steinhaufen sogar in eine Mulde in den Boden eingelassen wird, sollte darauf geachtet werden dass die Sohlenschicht mit sickerfähigem Material wie Kies oder Geröll aufgefüllt wird, damit anfallendes Regenwasser abfliessen kann.

Mein Steinhaufen ist zwar noch etwas klein. Er wird aber mit der Zeit sicher noch an Grösse zulegen, wenn ich in der Siedlung noch mehr Steine herausgelesen habe. Möglich wäre auch dass in der Nähe dieses Haufens ein zweiter platziert wird, damit die Vernetzung und das Habitat der Tiere vergrössert werden.

Author: Rafael Schmid

Gärtnermeister und Naturgärtner. Verantwortlich für die Gartenpflege der Genossenschaft "Im Suteracher", Zürich Altstetten.

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