Eine Natursteinmauer die keine ist

Beim Befreien einer Hecke von Brombeerranken habe ich eine Entdeckung gemacht. Mein erster Eindruck war, dass ich eine kleine Natursteinmauer endeckt habe, welche seit langem verwachsen war.Beim genaueren Hinnschschauen ist mir dann aufgefallen, dass es sich nicht um eine Mauer handelte, sondern um Platten welche als Lager auf einander gelegt waren.

Wahrscheinlich diente dieses Lager als Ersatz von Platten, falls welche kaputt gehen würden. Scheinbar hat von diesem Lager sehr lange Zeit niemand mehr gebrauch gemacht, denn es war sehr stark mit Efeu, Brombeere und Kratzbeeren verwachsen. Im Gegensatz zu einer Natursteinmauer waren die Platten grössten teils satt aufeinander gelegt und es waren keine sichtbaren Fugen vorhanden, wie bei einem klassischen trockenem Natursteinmauerwerk welches ohne Zement und Beton gebaut ist. Bei einen Natursteinmauerwerk ohne Zement und Beton, wird ausserdem darauf geachtet, dass die kleinen Fugen nicht überall ganz geschlossen werden, damit man sie mit Erde oder Sand füllen und bepflanzen kann. Diese Fugen wiederum und die Bepflanzung bieten Lebensraum für viele Tiere. Dieses Plattenlager ist baulich nicht zu vergleichen mit einem Natursteinmauerwerk. Es ist aber über die Jahre sicher ein etablierter und wichtiger Lebensraum geworden für viele Kleinlebewesen und wahrscheinlich auch für Molche und kleine Frösche. Darum habe ich entschieden das Plattenlager stehen zu lassen.

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Author: Rafael Schmid

Gärtnermeister und Naturgärtner. Verantwortlich für die Gartenpflege der Genossenschaft "Im Suteracher", Zürich Altstetten.

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